Italienische Küche

Wenn man an Italien denkt oder dort hinreist, so ist es immer ein kulturelles und kulinarisches Ereignis. Kaum ein Land bietet uns solche köstlichen Gaumenfreuden. Dabei hat jede Region Italiens ihre eigene Küchentradition, und die Gerichte spiegeln die ländliche oder urbane Kultur der Menschen wider. So findet man zum Beispiel in der Toscana einfache, unverfälschte Speisen, in den Städten dagegen wird oft aufwendig und raffiniert gekocht.

Die wechselvolle Geschichte Italiens hat im Laufe der Jahrhunderte die Menschen und seine Küche geprägt. Die Ursprünge gehen dabei zurück bis zu den Griechen und zu den Etruskern. Roms Ausdehnung und Handel mit den Völkern seines Weltreiches brachten fremde Einflüsse die noch Heute in Italiens Kultur und Küche zu entdecken sind.

So gegensätzlich wie die Landschaft im Alpenraum ist, so unterschiedlich ist auch ihre Küche. Fast in jedem der Täler gibt es unterschiedliche Traditionen und eigene Gerichte. Dies rührt davon, dass die Bergbauern der verschiedenen Tälern mit dem begnügen mussten, was der Boden vor Ort hergab. Das Hauptnahrungsmittel war der berühmte Maisgrieß- oder Buchenweizenbrei den man allgemein als Polenta kennt. Polenta wurde mit Pilzen, Käse Wild oder Kräutern verfeinert. Daneben gab es noch selbst gebackenes Brot, Gemüse und Kräuter aus den Gärten, Milch, Butter, Käse, Speck und Würste.

Der Piemont ist berühmt für seine Trüffel. Hier entwickelte sich unter der Herrschaft des Herzogtums Savoyen eine von Frankreich beeinflusste Küche. Das berühmte Bollito misto, gekochtes gemischtes Fleisch, hat in dieser Region seinen Ursprung. Bagna cauda ist ein beliebtes Gemüsefondue mit heißer Sardellen-Knoblauchsoße, in dieser Region. Sehr beliebt sind hier auch Rotwein-Schmorgerichte mit Wild und Geflügel. Im Sommer wachsen Waldbeeren und im Herbst sind die Wälder voller Pilze. Wobei die berühmteste Delikatesse dieser Region der berühmte weiße Trüffel aus Alba sein dürfte.

Die Lombardei hat keine einheitliche Küche. Die neun Provinzen haben durch die verschiedensten Einflüsse ihre jeweils eigene Küchentradition entwickelt. Die Lombardei ist die Heimat von Ravioli, Ossobucco (geschmorte Kalbshaxenscheiben), von Risotto alla Milanese, Amaretti, Gorgonzola und Mascarpone. Venetien ist bekannt für sein Risi e bisi (Reis mit jungen Erbsen) Der Reis hierzu wird in der sehr fruchtbaren Poebene angebaut. Einer Region die nicht zuletzt ihre Bekanntheit einem fiktiven, zänkischen Duos mit dem Namen Don Camillo und Pepone nach den Erzählungen von Giovnnino Guareschi. Aber auch Gerichte wie Frutti di Mare und Carpaccio (rohes mariniertes Rindfleisch haben ihren Ursprung in dieser Region.

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Die Mutter der Pastagerichte dürfte die Emilia-Romagna sein. Keine Region Italiens ist wohl reicher an hausgemachten Pastagerichten, wie diese Region. Bei Gerichten Lasagne al forno, Tagliatelle al ragù bolognese oder Tortellini dürften jedem Pastaliebhaber das Wasser im Mund zusammen laufen. Aber nicht nur Pasta auch Mortadella, Parmaschinken und Pancetta (Bauchspeck) haben hier ihre Heimat. Ligurien ist die Region der Kräuter. Die ligurische Küche wird von Fisch, Oliven, Gemüse und Kräutern dominiert. Von hier stammt auch das in Deutschalnd sehr beliebte Pesto.

Die toskanische Küche ist natürlich und unverfälscht. Sie beschränkt sich auf das wesentliche. Auch hier dominieren frisches Gemüse und Kräuter die toskanische Küche. Es apuanische Kastanien, Pilze und Wild. Florenz ist für seine Vorliebe zu Bohnen und den entsprechenden Bohnengerichten bekannt, während an der Küste typischerweise Fischgerichte und Gerichte aus anderen Meerestieren dominieren.

Aber auch die hier nicht weiter erwähnten Regionen verfügen über ihre regionalen Spezialitäten, wobei jede einzelne für sich eine kulinarische Köstlichkeit ist.