Wein aus Italien

Italien ist das größte Weinanbauland der Erde und erzeugt jährlich rund achtzig Millionen Hektoliter Wein. Von dieser jährlich gewonnen Menge an Wein, werden rund zwanzig Millionen Hektoliter ins Ausland exportiert. Eines der Hauptexportländer ist Deutschland mit rund 30% der Exportmenge. An zweiter Position bei den Exportländern folgt Frankreich mit ebenfalls rund 30%, gefolgt von den USA.

Der Pro-Kopf-Verbrauch Italiens liegt bei ca. 70 Liter im Jahr und - ist somit neben Frankreich Spitzenreiter. Produziert werden in Italien überwiegend Rotweine. Sie machen etwa 75% der Gesamtproduktionsmenge an Weinen in Italien aus. Hierbei sind die meisten Weine Tafelweine von unterschiedlicher Güte oder sie werden als Verschnitt-, Sekt- oder Wermutgrundweine verwendet (Vor allem die Weine aus dem Süden des Landes). Nur rund 12% sind Qualitätsweine mit der Bezeichnung „Denominazione di origine contollata“ (DOC) und der auch eine Qualitätsgarantie umfassende „Denominazione di origine contollata e garantia“ (DOCG). Die Vergabe des letzten Prädikat unterliegt besonders strengen Vorschriften und wird entsprechend selten vergeben.

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Der Weinbau wird in allen Regionen Italiens betrieben und die Gesamtrebfläche liegt bei ca. 1,5 Million Hektar Land. Vor allem in Apulien, auf Sizilien in Venetien und in der Emilia-Romagna auf die über 50% der gesamten Weinproduktion entfallen, wird Wein angebaut. Von den insgesamt rund 400 kultivierten Rebsorten werden nur 60 Rebsorten im größerem Umfang angebaut. Zu den wichtigsten heimischen Rebsorten gehören unter den roten Sorten vor allem die Nebbiolo, Sangiovese, Barbera, Docetto, Grignolino und Freisa, die vor allem in im Piemont und in der Toskana vertreten sind, des weiteren Lambrusco (in der Emilia-Romagna), im Süden Negro amaro und Primitivo di Gioia sowie in Südtirol die Vernatscharten (Trollinger ergeben unter anderem Kalterersee und St. Magdalener). Unter den weißen Rebsorten sind es vor allem die Rebsorten Trebbiano, Verduzzo und Vernaccia, daneben Mescato (Muskateller) und Malvasia sowie Albana (in der Romagna (DOCG), Vericchio ( in den Marken) und im Süden Greco. Ausserdem werdenseit einigen Jahren auch zunehmend französische Rebsorten wie zum Beispiel Cabernet, Merlot, Burgunderarten, Sauvignion, Charonnay, angebaut. Viele der Weine werden reinsortig ausgebaut. Typisch sind aber auch aus verschiedenen Rebsorten gekelterte (uvaggio) Weine. Zu den bekanntesten Vertretern gehören dabei zum Beispiel der Chianti, der Frascati, der Bardolino, der Orvieto.

Die meisten Weine sind durchgegoren und enthalten im Durchschnitt 11-13% Alkohol. Wenn sie max. 4g pro Liter Restzucker enthalten, werden sie als „secco“ bezeichnet, die lieblichen als „amabile“. Ein Teil der Weine wird leicht schäumend hergestellt „frizzante“, wie zum Beispiel der Lambruso. Ein Teil wird „gespritet“ und zum Teil mit pflanzlichen Aromastoffen versehen. Hier gehören zu den klassischen Vertretern der Vermouth und die anderen Wermutweine. Aus vielen wird auch Schaumwein „spumante“ wie etwa der Prosecco hergestellt.

Bekannte Spitzenweine kommen vor allem aus dem Piemont (Barolo, Barbaresco) mit den Zentren Asti und Alba, der Toskana (Brunello di Montalcino, Vino Nobile di Montepulciano, Chianti), aus Venetien (Bardolino, Valpolicella, Soave) und Friaul (Verduzzo, Tocai), des weiteren unter anderem aus der Lombardei ( u.a. Grumello und Sassella aus dem Veltin), aus Umbrien (Orvieto) und Latium (Frascati) wie aus Südtirol (St. Magdalener, Gewürztraminer) und aus dem Trentin (Marzemino, Treloldego).